Stadt Markgröningen (Druckversion)

Radwegekonzept 2020

Im November 2020 verabschiedete der Gemeinderat das Radwegekonzept für die Stadt Markgröningen. Das Verkehrsplanungsbüro IGV baute bei der Erarbeitung auf den im Green-City-Masterplan dargelegten Grundlagen auf.

Untersucht wurden im Detail die wichtigen Knotenpunkte und angestrebten Hauptverbindungen. Für die Routenführung waren die schon im Green-City-Masterplan dargestellten Ziel- und Quellpunkte (öffentliche Nutzungen, Schulen sowie Einzelhandel und Dienstleistung) maßgeblich. Darüber hinaus wurden weitere Konfliktpunkte, die es für ein durchgängiges Netz zu lösen gilt, untersucht. Abschließend stellt das Konzept vielfältige Standorte dar, die für Radabstellanlagen in der Kernstadt und in Unterriexingen in Frage kommen.

Das vorliegende Konzept basiert auf Erfahrungen aus den Beneluxländern und Dänemark, wo sich die Fahrradplanung an der subjektiv en Sicherheit der Radler*innen orientiert, wodurch wesentlich höhere Anteile des Radverkehrs erreicht werden können als hierzulande. Die aktuelle Planungspraxis, Schutzstreifen auf der Straße abzumarkieren, die aber keine physische Barriere zum motorisierten Individualverkehr (MIV) bieten, fühlt sich insbesondere für Ungeübte, Kinder oder ältere Menschen nicht sicher an. Der aktuelle Fahrradmonitor zeigt, dass es 81 % der Radfahrenden „sehr wichtig oder wichtig“ ist, an einer Straße getrennt vom Autoverkehr unterwegs zu sein (ADFC-Fahrradklima-Test 2018). Demzufolge wäre eine getrennte Wegführung, aber zumindest breitere Spuren und ausreichende Pufferzonen, notwendig, um den Radverkehr zu stärken und mehr Menschen zum Radfahren zu motivieren – auch diejenigen, die heute das Fahrrad noch nicht als Verkehrsmittel nutzen. Leider haben viele Städte das gleiche Problem wie Markgröningen: der Platz ist nicht ausreichend, um an den verkehrsreichen Hauptachsen attraktive Radwege mit physischer Trennung zum Kfz-Verkehr zu schaffen.

Daher ist der Ansatz des vorliegenden Konzepts, Routen abseits der Hauptverkehrsachsen zu finden, die für den Radverkehr dienen können.

Für einige Konfliktpunkte gibt es keine oder keine einfache Lösung. Besonders problematisch ist hier der Altstadtring (Schiller-, Graben-, Graft-Hartmann-, Tammer Straße) aber auch die Vaihinger- und die Unterreixinger Straße. Diese Bereiche werden bei der Wegeführung folglich möglichst umgangen, indem Alternativrouten angeboten werden.

Das Konzept dient als Grundlage für den weiteren Ausbau der Fahrradinfrastruktur und wir schrittweise umgesetzt.

 

Das Konzept sowie alle Anlagen können Sie hier einsehen (PDF) und herunterladen:

 

 Bei Fragen ist Ihre Ansprechpartnerin:

Frau Brit Fröhlich
Fachgebiet Planen und Bauen
+49 (0) 7145 13-280
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brit.froehlich(@)markgroeningen.de

 

 

 

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