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Kommunales Energiemanagement

Sanierungsmanagement

Thermographie Sanierungsmanagement
Thermographie Sanierungsmanagement

Bei der Bestandsaufnahme zum energetischen Quartierskonzept zeigte sich, dass aufgrund des Gebäudebestandes insbesondere der energetischen Gebäudemodernisierung eine große Rolle zukommt.

Vordringlich sind Gebäude, die vor 1984 gebaut wurden, mit einem Vollwärmeschutz (Dämmung der Außenwände bzw. der Innenwände, Dämmung der Dachgeschosse bzw. der obersten Geschossdecke sowie der Kellerdecke) zu versehen und die Fenster, sofern noch nicht geschehen, gegen moderne Drei-Scheiben-Wärmeschutzglasfenster auszutauschen.

Von den im Quartier vorhandenen 275 Hauptgebäuden aus dieser Zeit sind gegenwärtig 46 Gebäude umfassender energetisch saniert. Bis 2050 müssten somit noch weitere 229 Gebäude energetisch ertüchtigt werden. Dies entspricht einer jährlich zu erzielenden Sanierungsquote von rund 2,8% bzw. einer energetischen Sanierung von 7 Gebäuden pro Jahr.

Zur Umsetzung des energetischen Quartierskonzepts hat die Stadt Markgröningen ein Sanierungsmanagement-Team eingesetzt, das vor allem die Aufgabe besitzt, die Projekte anzustoßen und zu begleiten sowie die unterschiedlichen Akteure zusammenzubringen.

Dabei unterstützen das Sanierungsmanagement insbesondere auch Eigentümer von Gebäuden in der Altstadt im Hinblick auf die energetische Sanierung und die Fördermöglichkeiten.

Wir beraten Sie kostenfrei, individuell und gebäudespezifisch zu:

  • Energetischen Maßnahmen (z.B. Dämmung)
  • Nahwärmeanschluss
  • Energetischen Einsparpotenzialen
  • Fördermöglichkeiten

 

 

Energetisches Quartierskonzept Innenstadt

Energetisches Quartierskonzept Innenstadt
Energetisches Quartierskonzept Innenstadt

Die Stadt Markgröningen beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit der Frage, wie der Energieverbrauch im öffentlichen und privaten Bereich reduziert und damit der Klimaschutz vorangebracht werden kann. Um weitere Möglichkeiten der CO2-Minderung zu prüfen, stellte die Stadt im Oktober 2013 einen Antrag zur Aufnahme der Innenstadt in das Programm 432 „Energetische Stadtsanierung“ der KfW Bankengruppe, der bewilligt wurde. Mit Hilfe des Programms „Energetische Stadtsanierung“ hatte die Stadt die Chance, zur Effizienzsteigerung, zum Energiesparen und zum Einsatz regenerativer Möglichkeiten zur Energieversorgung beizutragen.

Die Stadt Markgröningen verfolgt dabei folgende Ziele:

  • Beitrag zum Klimaschutz durch CO2-Minderung
  • Größere Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern
  • Energiekosteneinsparung bei Privathaushalten und im Gemeindehaushalt
  • Aufwertung Markgröningens als attraktiver und innovativer Wohn- und Gewerbestandort
  • Positive Auswirkungen auf die Stadtmitte (Attraktivität als Wohnstandort), auch für junge Familien

Als Basis für eine weiterführende Strategie wurde ein energetisches Quartierskonzept durch die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH (KE) und die IBS Ingenieurbüro Schuler GmbH (IBS) in Zusammenarbeit mit den zuständigen Mitarbeitern der Stadtverwaltung Markgröningen erarbeitet.
Hier wurden im Innenstadt-Quartier die Wärmebedarfe ermittelt, Arten der Energie- und Wärmeversorgung erhoben, Potenziale der Energie- und CO2-Einsparung aufgezeigt und die Mitwirkungsbereitschaft, Wirtschaftlichkeit und Trägerschaften von Umsetzungsmodellen untersucht. Auch die Vereinbarkeit von energetischen Gebäudemodernisierungen im Sinne der Energieeinsparverordnung und Einhaltung des Denkmalschutzes wurden berücksichtigt und daraus Handlungsempfehlungen mit einem Realisierungs- und Maßnahmenkonzept abgeleitet.

Im Rahmen des energetischen Quartierskonzepts wurden unter anderem folgende Fragestellungen behandelt:

  • Wie stellt sich die Energie- und CO2-Bilanz des Gebietes dar?
  • Welche Möglichkeiten für eine energetische Sanierung ergeben sich im Untersuchungsgebiet (Wärmedämmung, etc.)?
  • Wie kann das Nahwärmeversorgungsnetz unter energetischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgebaut werden?
  • Wie können die Energieerzeugungsanlagen optimal aufeinander abgestimmt werden?
  • Wie können die Eigentümer und die Bürger in eine solche Konzeption eingebunden werden?

Die Bestandsanalyse der 320 privaten Hauptgebäude im Untersuchungsgebiet und die Befragung der Eigentümer brachten folgende wesentliche Erkenntnisse:

  • Rund 89 % der Gebäude im Quartier wurden vor der 2. Wärmeschutzverordnung 1984 erbaut. Bei diesen Gebäuden wird künftig der Schwerpunkt der energetischen Sanierung liegen. Die Bereitschaft privater Eigentümer zur Durchführung von energetischen Sanierungsmaßnahmen ist dennoch hoch.
  • Vor allem Maßnahmen zur solaren Wärmegewinnung und Stromproduktion sind im Quartier bislang gering vertreten.
  • Über ein Drittel (35 %) der erfassten Heizungsanlagen im Untersuchungsgebiet ist über 20 Jahre alt. Dies unterstreicht den Handlungsbedarf bei der Erneuerung privater Heizungsanlagen.
  • Etwa 75 % der Befragten können sich den Anschluss an ein Nahwärmenetz unter gewissen Bedingungen vorstellen.
  • Rund 86 % der CO2-Emissionen im Untersuchungsgebiet werden von privaten Haushalten sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistung erzeugt. Kommunale und kirchliche Gebäudesind für knapp 14 % des Ausstoßes verantwortlich.

Das vollständige Dokument stellen wir Ihnen gerne als im PDF Format zur Verfügung.

Ihre Asnprechpartner

Stadt Markgröningen
Schlossgasse 21
71706 Markgröningen

Dipl.-Ing. Brit Fröhlich
Fachbereich Planen und Bauen
07145 / 13-280
brit.froehlich(@)markgroeningen.de

Ingenieurbüro Schuler GmbH
Flößerstraße 60/3
74321 Bietigheim-Bissingen

Dipl.-Ing. (FH) Philipp Fendrich
07142 / 9363-31
p.fendrich(@)ing-buero-schuler.de
Sachverständiger für EnEV (IngBW)
Fachingenieur für Energieeffizienz (AkadIng)
Energie-Effizienz-Experte des Bundes (KfW)

Ulrich Ramsaier
07142 / 9363-31
u.ramsaier(@)ing-buero-schuler.de

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