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Kommunales Energiemanagement

Zweiter Bauabschnitt des Nahwärmenetzes

Zweiter Bauabschnitt des Nahwärmenetzes
Zweiter Bauabschnitt des Nahwärmenetzes

Einstimmig hat der Gemeinderat der zweiten Ausbaustufe des Markgröninger Nahwärmenetzes zugestimmt. Nach dem Schäferlauf sollen die geplanten Arbeiten für den 2. Bauabschnitt beginnen. Bereits im kommenden Winter können die an der neuen Trasse liegenden Gebäude mit Wärme für Heizung und Warmwasserbereitung versorgt werden.

Ausgehend vom Spital, wird das Wärmenetz über das Gerbergäßle und das Klostergäßle bis zum neuen Notariat in der Hinteren Schlossgasse erweitert. Angeschlossen werden zudem die Polizei, das Rathaus und das Verwaltungsgebäude, die Herrenküferei, die Untere Kelter sowie Gebäude in Privateigentum entlang der Trasse. Für künftige Ausbaustufen werden in der Trasse Abzweige errichtet.

Die Wärme wird in der Heizzentrale an den Sporthallen überwiegend aus Holzhackschnitzeln erzeugt. Ursprünglich versorgte die Heizzentrale die Sporthallen, das Jugendhaus, das Bildungszentrum Benzberg sowie die Stadthalle. Durch die Modernisierung des Gymnasiums und der Realschule hat sich deren Wärmebedarf erheblich reduziert, so dass mit der freigewordenen Kapazität nun auch bislang mit fossilen Brennstoffen oder Strom beheizte Gebäude in der Innenstadt mit der regenerativ erzeugten Wärme beliefert werden können. Dies reduziert den Bedarf an fossiler Energie und den CO2-Ausstoß. Durch die Außerbetriebnahme von Einzelheizkessel reduziert sich zudem der Schadstoffausstoß vor Ort.

In einem ersten Bauabschnitt konnten Gebäude in der Betzgasse und das Spital-Areal angeschlossen und im letzten Winter bereits mit Wärme versorgt werden. Auch die Fa. Rossmann entschied sich von vornherein für einen Anschluss ihres Neubaus.

Der fortschreitende Ausbau des Nahwärmenetzes ist ein wichtiger Baustein im energetischen Quartierkonzept Altstadt, das zum Ziel hat, den Verbrauch an fossilen Energieträgern und damit den CO2-Ausstoß erheblich zu reduzieren. Daher ist zukünftig weiter geplant, über einen dritten Bauabschnitt auch die Gebäude am Marktplatz und in der Kirchgasse an das Nahwärmenetz anzuschließen. Aber auch für die Gebäude in den angrenzenden Straßen (z. B. Finstere Gasse, Ostergasse, Schlossgasse) ist ein Anschluss grundsätzlich denkbar, sofern es genügend Interessenten gibt.

Durch die nachhaltige Energieerzeugung mittels Holzhackschnitzeln, kann über das Wärmenetz allen bislang und künftig angeschlossenen Gebäuden umweltfreundlich erzeugte Wärme zur Verfügung gestellt werden. Dabei erfüllt ein angeschlossenes Gebäude die bei einem Heizkesseltausch greifenden Anforderungen des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes Baden-Württemberg bei Weitem (diese Pflicht gilt für jeden, der seine Heizung modernisiert). Insbesondere in der Altstadt, wo die Eigentümer aufgrund der denkmalschutzrechtlichen Auflagen bei der Wahl ihres Heizsystems eingeschränkt sind, stellt der Anschluss an das Nahwärmenetz eine attraktive Möglichkeit dar, die rechtlichen Vorgaben zu erfüllen.

Aktuell gibt es für die Altstadt ein seitens der KfW gefördertes Sanierungsmanagement, ein Team aus Stadtverwaltung und Ingenieurbüro Schuler (IBS), das die Eigentümer in der Altstadt rund um das Thema energetische Sanierung berät. Neben kostenlosen gebäudespezifischen Beratungen wurde und wird z. B. auch eine kostenfreie Thermographie-Aktion angeboten.

Die Voraussetzung für die Eigentümer der Altstadt sind im Moment hinsichtlich einer energetischen Sanierung ihres Gebäudes sehr günstig: im Sanierungsgebiet „Stadtkern V“ wird ein sehr attraktiver Zuschuss von bis zu 27 % gewährt. Bei der Erfüllung spezifischer Auflagen, kann dieser ggf. mit KfW-Zuschüssen kombiniert werden.

Alle interessierten Eigentümer sind herzlich eingeladen, sich über diese Möglichkeiten betraten zu lassen. Sollten Sie sich für einen Anschluss an das Nahwärmenetz interessieren, wenden Sie sich bitte direkt an die Kraftwärmeanlagen GmbH.


Stadt Markgröningen
Dipl.-Ing. Brit Fröhlich

Fachbereich Planen und Bauen
Schlossgasse 21
71706 Markgröningen
07145 13-280
brit.froehlich(@)markgroeningen.de

Frau Fröhlich berät Sie auch gerne in allen Fragen rund um das Sanierungsgebiet „Stadtkern V“ und bei denkmalschutzrechtlichen Themen.

IBS Ingenieurgesellschaft mbH
Fachbereich Bauphysik
Dipl.-Ing. (FH) Philipp Fendrich
07142 9363-31
p.fendrich(@)ibs-ing.com

Kraftwärmeanlagen GmbH
Geschäftsführer
Ulrich Ramsaier
07142 9363-960
info(@)kraftwärmeanlagen.de
Flößerstraße 60/3
74321 Bietigheim-Bissingen

Sanierungsmanagement

Thermographie Sanierungsmanagement
Thermographie Sanierungsmanagement

Bei der Bestandsaufnahme zum energetischen Quartierskonzept zeigte sich, dass aufgrund des Gebäudebestandes insbesondere der energetischen Gebäudemodernisierung eine große Rolle zukommt.

Vordringlich sind Gebäude, die vor 1984 gebaut wurden, mit einem Vollwärmeschutz (Dämmung der Außenwände bzw. der Innenwände, Dämmung der Dachgeschosse bzw. der obersten Geschossdecke sowie der Kellerdecke) zu versehen und die Fenster, sofern noch nicht geschehen, gegen moderne Drei-Scheiben-Wärmeschutzglasfenster auszutauschen.

Von den im Quartier vorhandenen 275 Hauptgebäuden aus dieser Zeit sind gegenwärtig 46 Gebäude umfassender energetisch saniert. Bis 2050 müssten somit noch weitere 229 Gebäude energetisch ertüchtigt werden. Dies entspricht einer jährlich zu erzielenden Sanierungsquote von rund 2,8% bzw. einer energetischen Sanierung von 7 Gebäuden pro Jahr.

Zur Umsetzung des energetischen Quartierskonzepts hat die Stadt Markgröningen ein Sanierungsmanagement-Team eingesetzt, das vor allem die Aufgabe besitzt, die Projekte anzustoßen und zu begleiten sowie die unterschiedlichen Akteure zusammenzubringen.

Dabei unterstützen das Sanierungsmanagement insbesondere auch Eigentümer von Gebäuden in der Altstadt im Hinblick auf die energetische Sanierung und die Fördermöglichkeiten.

Wir beraten Sie kostenfrei, individuell und gebäudespezifisch zu:

  • Energetischen Maßnahmen (z.B. Dämmung)
  • Nahwärmeanschluss
  • Energetischen Einsparpotenzialen
  • Fördermöglichkeiten

 

 

Energetisches Quartierskonzept Innenstadt

Energetisches Quartierskonzept Innenstadt
Energetisches Quartierskonzept Innenstadt

Die Stadt Markgröningen beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit der Frage, wie der Energieverbrauch im öffentlichen und privaten Bereich reduziert und damit der Klimaschutz vorangebracht werden kann. Um weitere Möglichkeiten der CO2-Minderung zu prüfen, stellte die Stadt im Oktober 2013 einen Antrag zur Aufnahme der Innenstadt in das Programm 432 „Energetische Stadtsanierung“ der KfW Bankengruppe, der bewilligt wurde. Mit Hilfe des Programms „Energetische Stadtsanierung“ hatte die Stadt die Chance, zur Effizienzsteigerung, zum Energiesparen und zum Einsatz regenerativer Möglichkeiten zur Energieversorgung beizutragen.

Die Stadt Markgröningen verfolgt dabei folgende Ziele:

  • Beitrag zum Klimaschutz durch CO2-Minderung
  • Größere Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern
  • Energiekosteneinsparung bei Privathaushalten und im Gemeindehaushalt
  • Aufwertung Markgröningens als attraktiver und innovativer Wohn- und Gewerbestandort
  • Positive Auswirkungen auf die Stadtmitte (Attraktivität als Wohnstandort), auch für junge Familien

Als Basis für eine weiterführende Strategie wurde ein energetisches Quartierskonzept durch die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH (KE) und die IBS Ingenieurbüro Schuler GmbH (IBS) in Zusammenarbeit mit den zuständigen Mitarbeitern der Stadtverwaltung Markgröningen erarbeitet.
Hier wurden im Innenstadt-Quartier die Wärmebedarfe ermittelt, Arten der Energie- und Wärmeversorgung erhoben, Potenziale der Energie- und CO2-Einsparung aufgezeigt und die Mitwirkungsbereitschaft, Wirtschaftlichkeit und Trägerschaften von Umsetzungsmodellen untersucht. Auch die Vereinbarkeit von energetischen Gebäudemodernisierungen im Sinne der Energieeinsparverordnung und Einhaltung des Denkmalschutzes wurden berücksichtigt und daraus Handlungsempfehlungen mit einem Realisierungs- und Maßnahmenkonzept abgeleitet.

Im Rahmen des energetischen Quartierskonzepts wurden unter anderem folgende Fragestellungen behandelt:

  • Wie stellt sich die Energie- und CO2-Bilanz des Gebietes dar?
  • Welche Möglichkeiten für eine energetische Sanierung ergeben sich im Untersuchungsgebiet (Wärmedämmung, etc.)?
  • Wie kann das Nahwärmeversorgungsnetz unter energetischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgebaut werden?
  • Wie können die Energieerzeugungsanlagen optimal aufeinander abgestimmt werden?
  • Wie können die Eigentümer und die Bürger in eine solche Konzeption eingebunden werden?

Die Bestandsanalyse der 320 privaten Hauptgebäude im Untersuchungsgebiet und die Befragung der Eigentümer brachten folgende wesentliche Erkenntnisse:

  • Rund 89 % der Gebäude im Quartier wurden vor der 2. Wärmeschutzverordnung 1984 erbaut. Bei diesen Gebäuden wird künftig der Schwerpunkt der energetischen Sanierung liegen. Die Bereitschaft privater Eigentümer zur Durchführung von energetischen Sanierungsmaßnahmen ist dennoch hoch.
  • Vor allem Maßnahmen zur solaren Wärmegewinnung und Stromproduktion sind im Quartier bislang gering vertreten.
  • Über ein Drittel (35 %) der erfassten Heizungsanlagen im Untersuchungsgebiet ist über 20 Jahre alt. Dies unterstreicht den Handlungsbedarf bei der Erneuerung privater Heizungsanlagen.
  • Etwa 75 % der Befragten können sich den Anschluss an ein Nahwärmenetz unter gewissen Bedingungen vorstellen.
  • Rund 86 % der CO2-Emissionen im Untersuchungsgebiet werden von privaten Haushalten sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistung erzeugt. Kommunale und kirchliche Gebäudesind für knapp 14 % des Ausstoßes verantwortlich.

Das vollständige Dokument stellen wir Ihnen gerne als im PDF Format zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartner

Stadt Markgröningen
Schlossgasse 21
71706 Markgröningen

Dipl.-Ing. Brit Fröhlich
Fachbereich Planen und Bauen
07145 / 13-280
brit.froehlich(@)markgroeningen.de

Ingenieurbüro Schuler GmbH
Flößerstraße 60/3
74321 Bietigheim-Bissingen

Dipl.-Ing. (FH) Philipp Fendrich
07142 / 9363-31
p.fendrich(@)ing-buero-schuler.de
Sachverständiger für EnEV (IngBW)
Fachingenieur für Energieeffizienz (AkadIng)
Energie-Effizienz-Experte des Bundes (KfW)

Ulrich Ramsaier
07142 / 9363-31
u.ramsaier(@)ing-buero-schuler.de

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