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Landschaftspflege

Pflege auf Markgröninger Gemarkung

Landschaftspflege
Landschaftspflege

Seit mehr als 3 Jahrzehnten pflegt die Stadt Markgröningen naturschutzfachlich hochwertige städtische Flächen zu ihrer Erhaltung.

Dazu zählen:

  • Mahd von Magerrasen und Heideflächen
  • Mahd von Feuchtgebieten / Riedflächen
  • Mahd von Flächen mit Problempflanzen wie z.B. Bärenklau und Springkraut
  • Mahd von Streuobstwiesen
  • Schneiden von Obstbäumen
  • Freistellen von Trockenmauern, Steinriegeln
  • Pflege von Hecken
  • Pflege von Kopfweiden
  • Räumen von Tümpeln
  • Pflege von Ufergehölzen

Die meisten Pflegearbeiten werden außerhalb der Vegetationszeit durchgeführt.

Zusammen mit 79 ausgewiesenen Naturdenkmalen und zahlreichen städtischen Streuobstwiesen sind mit Übernahme der Landschaftspflegeflächen aus Flurbereinigungsverfahren und Baugebietsausweisungen die Pflegeflächen auf ca. 200 ha angestiegen, wobei jährlich an etwa der Hälfte der Fläche gearbeitet werden muss.

Nachfolgende Biotoptypen werden von der Stadt gepflegt:

Magerrasen- / Heideflächen

  • nährstoffarme Böden, meist trockene Standorte
  • früher oftmals Schafweiden bzw. Flächen
  • extensive Nutzung
  • nach der Blüte gegen Verbuschung jährliche Mahd mit Abräumen des Mähguts Flora, z. B. verschiedene Orchideenarten, Küchenschelle, Karthäusernelke, echtes Labkraut, Enzian, Wolfsmilch, Silber- und Golddistel
  • Fauna, z. B. Schmetterlinge (Bläulinge, Schachbrett), Wildbienen, Heuschrecken, Feldgrillen, Jagdgebiet für Raubvögel
  • Beweidung und/oder Mahd mit abräumen des Mähguts

Streuobstwiesen

  • verstreuter städtischer Besitz, zusammenhängende Wiesen an den Schäfer verpachtet, auch als Schaftriebe genutzt
  • extensiv genutzte kräuterreiche Wiesen, locker mit Obstbaumhochstämmen bestanden
  • durch Unwirtschaftlichkeit im Rückgang begriffen
  • Flora, z. B. Wiesenmargerite, Flockenblume, Witwenblume, Wiesensalbei
  • Fauna, z. B. Vögel, Steinkauz, Wendehals, Stieglitz, Grünfink, 5 mal mehr Hummeln und Bienen sowie 10 mal mehr Käfer als in intensiver Obstanlage
  • Belassen von überalterten abgängigen Totholzbäumen
  • Beweidung oder Mahd 1 mal pro Jahr nach der Blüte mit Abräumen des Mähguts
  • Nachpflanzung von jungen Obstbäumen alter lokaler Sorten
  • Pflegeschnitt

Seit 1993 wurden mit dem Städtischen Streuobstwiesen- und Wegrandprogramm auch die Pflege von privaten Flächen unter bestimmten Vorraussetzungen finanziell unterstützt.

Förderrichtlinien Streuobstwiesen (PDF)

Hecken

  • auf landwirtschaftlich schwer nutzbaren Standorten und an Wegrändern (Hohlwege)
  • früher Nutzung des dickeren Holzes als Brennholz sowie der Früchte der Heckensträucher
  • Flora: heimische Sträucher wie Schlehe, Heckenrose, Holunder, Pfaffenhütchen, Hasel
  • Fauna: Vögel wie Dorngrasmücke, Neuntöter, Insekten wie Schlupfwespen, Laufkäfer, Säuger wie Wiesel, Spitzmäuse u. a. mehr
  • Abschnittweise Auf-Stock-Setzen, d. h. Schnitt der Sträucher ca. 20 cm über dem Boden, um Überalterung und das Zusammenbrechen (Verkahlung) zu verhindern

Trockenmauern / Steinriegel

  • nährstoffarm, starkes Aufheizung in der Sonne
  • durch Betonmauerbau, Flurbereinigungen usw. stark reduzierte Lebensräume
  • Flora: Mauerpfeffer, fette Henne, Zimbelkraut
  • Fauna: Zauneidechsen, Feuersalamander, Schlingnattern und viele Insektenarten
  • freihalten der Mauer, damit keine Beschattung erfolgt, Entfernung von Gehölzaufkommen aus der Mauer
  • Reparatur von Mauerabbrüchen

Kopfweiden

  • entstanden aus regelmäßig geschnittenen Weidensteckhölzern´
  • Landschaftsprägende Bäume und historisches Kulturgut
  • dienen als Grenzbäume, an  und zur Uferbefestigung
  • frühere Nutzung: Brennholz, Korbflechterei, Bindeweiden für Reben
  • Flora: ca. 100 Arten können auf Kopfweiden leben z. B. Stachelbeere.
  • Fauna: Höhlen für Fledermäuse, Steinmarder, Siebenschläfer
  • Stadt führt regelmäßigen Schnitt (alle 3-7 Jahre) zur Erhaltung (in Naturdenkmalen auch von privaten Kopfweiden) durch

Feuchtgebiete und Tümpel

  • nasse Standorte, Grundwasser oberflächennah, Quellbereiche
  • Nutzung des Schnittguts, früher z. T. als Einstreu in den Ställen.
  • durch Drainagen und Aufgabe der Einstreu in Ställen stark dezimierte Standorte
  • Flora, z. B. Seggen, Binsen, Schilf, Iris, Orchideen nasser Standorte, Baldrian
  • Fauna, z. B. Laichbiotope für Amphibien (Grasfrosch, Bergmolch, Feuersalamander), Libellen und Schmetterlinge
  • Mahd gegen Verbuschung mit abräumen des Mähguts
  • Laub, Algen und Schlamm aus Tümpel ausräumen

Naturnahe Gewässer und ihre Ufergehölze

  • Mäandrierende Bachabschnitte mit Prall- und Gleithängen
  • Durch Ausbau begradigte Gewässerabschnitte werden von der Stadt wieder renaturiert
  • Gewässer 2. Ordnung wie v.a. Glems und Leudelsbach werden von der Stadt unterhalten
  • Ufergehölze werden gepflanzt, gefördert und nach Bedarf gepflegt (siehe auch Kopfweiden)
  • Städtische Grundstücke am Gewässer werden mit Auflagen (Gewässerrandstreifen) verpachtet
  • Zum Schutz der Glems hat die Stadt einen Gewässerrandstreifen in Talhausen und Unterriexingen ausgewiesen

Rechtsverordnung der Stadt Markgröningen über die Festsetzung von Gewässerrandstreifen im Innenbereich in PDF-Format

Fragen ?

Für Rückfragen steht Ihnen bei der Stadtverwaltung Markgröningen

Frau Geertje Binder
07145 13-286
geertje.binder(@)markgroeningen.de

zur Verfügung.

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