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Aktuell

Haushalt unter der Lupe - Folge 12

Im Zuge der Umorganisation der Verwaltung im Jahre 2006 wurden die bisher eigenständigen technischen Hilfsbetriebe der Verwaltung zu einem Betriebshof zusammengefasst. Dieser setzt sich nun aus folgenden Sparten zusammen: Bauhof, Gärtnerei und die handwerkliche Abteilung des Wasserwerks.
Zusammen mit dem Betriebshofleiter und einer Verwaltungskraft sind im Betriebshof der Stadt Markgröningen 25 Mitarbeiter beschäftigt. Der Bauhof mit seinen 11 Mitarbeitern hat seinen Sitz im Tammer See 2, die Stadtgärtnerei mit ebenfalls 11 Mitarbeitern befindet sich in der Au und die Werkstatt und Lagerräume der 3 Mitarbeiter des Wasserwerks sind im Gebäude Unteres Tor 1 untergebracht. Seit der Zusammenlegung der drei Einzelbetriebe unter Führung eines Betriebshofleiters ist eine unbürokratische gegenseitige Unterstützung in Sonderfällen jederzeit gegeben.

Der städtische Betriebshof hat ein vielfältiges Aufgabengebiet. Folgend genannte Aufgaben sind ein Teil der sich täglich, wöchentlich oder jahreszeitlich wiederholenden Arbeiten:

• Winterdienst
• Straßenreinigung
• Auf- und Abbau Schäferlauf (u.a. Beschilderung der Umleitung, Stoppelfeld, Podest Marktplatz, Leistungshüten etc.)
• Überwachung und Unterhaltung der Spielplätze
• Unterhalt der Verkehrszeichen
• Pflege und Unterhaltung der städtischen Fahrzeuge
• Unterhalt der städtischen Straßen und Feldwege (Arbeiten werden z. T. auch vergeben)
• Pflege und Unterhaltung der städtischen Grünflächen, Blumenbeete, Hecken und Bäume etc.
• Pflege und Unterhaltung der Sportplätze und Friedhöfe
• Pflege und Unterhaltung der Außenanlagen der Kindergärten und Schulen in Zusammenarbeit mit den Hausmeistern
• Überwachung der Trinkwasseraufbereitungsanlagen (Wassertürme, Hochbehälter, Pumpwerk, Tiefbrunnen und Quellen)
• Überwachung des Rohrleitungsnetzes der Wasserversorgung
• Reparatur von Rohrbrüchen, Hauswasseranschlüssen usw.
• Neubau von Wasserleitungen
• …

Viele der Arbeiten sind stark von äußeren Faktoren (z.B. Wetter, Jahreszeit, Verunreinigung, Vandalismus usw.) abhängig. Zudem vergrößert sich das Aufgabengebiet durch die neuen Baugebiete und das neue Sportgelände. Aufgrund der schlechten Haushaltslage ist aber an eine personelle Vergrößerung derzeit nicht zu denken. Dies stellt für die Mannschaft des Betriebshofs täglich eine große Herausforderung dar.

Natürlich können all diese Aufgaben nur mit Hilfe von technischen Geräten erledigt werden. Folgende Fahrzeuge und Gerätschaften sind derzeit im Betriebshof im Einsatz:
LKW mit Ladekran und Winterdienstausrüstung, 3 Klein-LKW (bis 7,5t) einer davon mit Winterdienstausrüstung, Radlader, Kehrmaschine, 2 Traktoren mit Anbaugeräten (z.B. Mähwerk, Rasenkehrmaschine, Heckenschneidgerät, Winterdienstausrüstung),
2 selbstfahrende Großflächenrasenmäher, diverse Pkws sowie etliche Kleingeräte (z.B. Freischneider, Motorsägen, Motorheckenscheren usw.).

Trotz aller Anstrengungen und Bemühungen ist es nicht möglich alle anstehenden Aufgaben sofort zu erledigen. Deshalb muss täglich neu entschieden werden, welche Arbeiten Priorität haben. Bei dieser Entscheidung spielt es eine wichtige Rolle, ob es sich um eine freiwillige Aufgabe (z.B. Blumenkübel aufstellen, Beete bepflanzen) handelt, oder ob es sich um eine Pflichtaufgabe handelt (z.B. Straßenunterhaltung, Verkehrszeichenunterhaltung), bei der eventuell sogar Gefahr in Verzug besteht (z.B. Spielgerät kaputt, Kreuzungsbereich zugewachsen). Dabei ist es selbstverständlich, dass Arbeiten, die eine Pflichtaufgabe der Stadt darstellen und bei denen Gefahr im Verzug besteht, vor den freiwilligen Arbeiten erledigt werden.

Zahlen und Fakten im Überblick

Nachfolgend ein paar interessante Zahlen und Fakten zu den jährlich wiederkehrenden Großprojekten des Betriebshofes:

Winterdienst:

Saison:                2007/2008            2008/2009                2009/2010
Einsatzzeit:          1.131 Std.              1.940 Std.                  2.770 Std.
Streusalz:            ca. 125 to.              ca. 250 to.                 ca. 310 to.
Streusplitt:              ca. 6 to.                ca. 15 to.                   ca. 90 to.

Während des Winterdienstes, in der Regel von Anfang November bis Mitte März, haben immer 9 Personen 7 Tage die Woche Rufbereitschaft. Bei entsprechender Wetterlage treten morgens um 3.30 Uhr zwei Mitarbeiter im Betriebshof ihren Dienst an und prüfen die Notwendigkeit eines Winterdiensteinsatzes. Bei Bedarf wird dann die gesamte Bereitschaftskolonne zum Dienst gerufen.
In der letzten Wintersaison kam es sogar zu dem Umstand, dass von Mitte Januar bis Anfang März kein Streusalz auf dem Markt erhältlich war. Dies führte dazu, den Winterdienst verstärkt mit Streusplitt zu bewältigen.

Schäferlauf:

Jahr:                            2008                    2009                  2010
Einsatzzeit:        ca. 1.800 Std.     ca. 2.300 Std.    ca. 2.400 Std.

Wenn die letzen Gäste nach einer Schäferlaufnacht auf dem Heimweg sind, beginnt der Betriebshof schon wieder mit den Aufräumarbeiten. In der Regel ab 4.30 Uhr. Außerdem werden das Stoppelfeld, die Festkutschen und vieles mehr von der Stadtgärtnerei dekoriert und das Festgebiet für einen weiteren Festtag heraus- geputzt. Des Weiteren sind an den Schäferlauftagen immer 2 Mitarbeiter des Betriebshofes bis 23 Uhr rufbereit.

Weihnachtsbäume:

Jahr:                          2007/2008         2008/2009          2009/2010
Einsatzzeit              ca. 65 Std.        ca. 105 Std.           ca. 70 Std.

Das Aufstellen der Weihnachtsbäume in Markgröningen, Unterriexingen und Talhausen zählt ebenfalls zu den Aufgaben des Betriebshofs. Die Bäume, die bisher immer von Markgröninger oder Unterriexinger Bürgern gespendet wurden, werden mit Hilfe eines Geländehydraulikkranes vor Ort auf einen Tieflader verladen. Dann werden Sie zu den Aufstellorten gebracht und mit Hilfe des Kranes aufgestellt. Dies passiert zumeist parallel zum Winterdienst.

Da der Winterdienst und der Schäferlauf hauptsächlich außerhalb der Regelarbeitszeit stattfinden, entstehen dadurch viele Überstunden. Diese können jedoch nicht ausbezahlt sondern müssen das Jahr über abgebaut werden. Derzeit sind es noch circa 2.000 Überstunden, was mehr als der jährlichen Regelarbeitszeit eines Mitarbeiters entspricht.

Für das Haushaltsjahr 2010 sind für den Betriebshof und die Gärtnerei folgende Einnahmen und Ausgaben geplant
(Darstellung einschl. der Rechnungsergebnisse 2008 und 2009):

Betriebshof (Bauhof) 

                                                     2010:            2009:                2008:
Einnahmen                         655.725 €      596.142 €           605.239 €
davon innere Verrechn.    642.425 €      575.910 €           586.071 €
Ausgaben                           655.725 €      596.142 €           605.239 €
Zuschussbedarf                            0 €                   0 €                       0 €

Gärtnerei 
                                                      2010:           2009:               2008:
Einnahmen                           554.810 €      532.498 €         471.480 €
davon innere Verrechn.      544.810 €      513.088 €         468.977 €
Ausgaben                             554.810 €      532.498 €         471.480 €
Zuschussbedarf                               0 €                  0 €                      0 €

Eine sehr wichtige Rolle spielen hier die internen Leistungsbeziehungen. Darunter versteht man Tätigkeiten bzw. Dienste, die beispielsweise Bauhof und Gärtnerei für die verschiedenen Bereiche der Stadtverwaltung (im Haushaltsplan durch Unterabschnitte dargestellt) leisten. Für diese Arbeiten, wie oben ausgeführt z.B. Tätigkeiten des Bauhofs für den Schäferlauf, werden Kostenanteile ermittelt. Diese Beträge werden bei den entsprechenden Bereichen z.B. dem Schäferlauf als Ausgabe verbucht und in gleicher Höhe beim Unterabschnitt Betriebshof als Einnahme (s. innere Verrechn.) dargestellt. Ziel dieser internen Leistungs-verrechnung ist die flächendeckende und verursachergerechte Zuordnung der verwaltungsinternen Kosten. Deshalb ergibt sich bei Betriebshof und Gärtnerei auch kein Zuschussbedarf, Einnahmen und Ausgaben sind ausgeglichen.

Wasserwerk

Die Stadt Markgröningen führt seit 01.01.1977 das Wasserwerk nach dem Eigenbetriebsrecht. Seit Beginn des Jahres 2005 wird dieser Bereich wie auch die Abwasserbeseitigung mit einer kaufmännischen Buchführungssoftware abgewickelt.

Für das Wirtschaftsjahr 2010 sind für das Wasserwerk folgende Einnahmen und Ausgaben im Erfolgsplan vorgesehen
(Darstellung einschl. der Rechnungsergebnisse 2008 und 2009):

                                               2010                 2009                      2008
Einnahmen und
Ausgaben von je           2.469.000 €       2.184.012 €           2.373.843 €

Ansprechpartner und Vorschau auf die nächste Folge

Wollen Sie mehr über das Thema „Betriebshof“ wissen, dann wenden Sie sich gerne an: Herrn Werner Stollsteimer, Fachgebietsleiter Infrastruktur, Tel.: 07145/13-283 oder E-mail: w.stollsteimer@markgroeningen.de.

In der nächsten und letzten Folge am 05.11.2010 beleuchten wir das Thema:
„Infrastruktur und Unterhaltung“.

Es grüßt Sie freundlichst
Ihre Stadtverwaltung
Fachgebiet Finanzen

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Die Inhalte werden von der Stadt Markgröningen gepflegt. Bei Fragen oder Anregungen bitte an die Stadt Markgröningen wenden.

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