![]() ![]()
© 2013 Stadt Markgröningen -
Hirsch & Wölfl GmbH AktuellHaushalt unter der Lupe - Folge 5
Folge 5:
Die städtischen Einrichtungen – Archiv, Museum und
Begegnungsstätte
Zu den einzelnen Einrichtungen…
Archiv
Wenn Sie sich für die Geschichte von Markgröningen interessieren, lohnt sich ein Besuch im Stadtarchiv. Hier werden für die Geschichte und die Gegenwart der Stadt bedeutsame Dokumente gesammelt, eine Dienstbibliothek hilft bei der Auswertung.
Unterlagen von bleibendem Wert, die in der Verwaltung angefallen sind und nicht mehr zur ständigen Aufgabenerfüllung benötigt werden, kommen ins Archiv, das zu den kommunalen Pflichtaufgaben einer Verwaltung zählt. Seine Bestände lassen sich dabei in drei Hauptgruppen unterteilen: das Verwaltungsarchiv mit schriftlichen Unterlagen der Stadt Markgröningen und der Gemeinde Unterriexingen, das nichtstädtische Archivgut mit Unterlagen von Einzelpersonen, Firmen oder Vereinen und zuletzt Sammlungen. Diese eignen sich besonders gut zur Dokumentation vergangener und gegenwärtiger Lebensverhältnisse, zum Beispiel im Rahmen von Grafiken und Fotos. Dem Archiv kommt die Aufgabe zu, die Unterlagen zu erhalten, zu erschließen, zu verwahren sowie für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf diese Art und Weise werden die Erforschung und die Kenntnis der Stadt- und Heimatgeschichte gefördert. Sowohl bei der Bevölkerung als auch bei der Stadtverwaltung erfreut sich das Archiv großer Beliebtheit. Viele Auskunftssuchende nehmen seit Jahren die Dienstleistungen des Archivs in Anspruch, um persönlich in Archivalien oder Sammelgut Einsicht zu nehmen und das Archivgut auszuwerten. Natürlich kümmert sich das Archiv auch um die Pflege und die Erhaltung der Archivalien. So wurden zum Beispiel eine Spitalrechnung aus dem 17. Jahrhundert und ein Kaufbuch mit Immobilienverläufen zwischen 1840-1842, dessen Einband sich vom Buchblock völlig gelöst hatte, restauriert und dadurch gesichert.
Museum „Wimpelinhof“
Mit dem „Wimpelinhof“ besitzt Markgröningen ein Museum, das durch das Sammeln, Pflegen, Bewahren und Präsentieren von Gegenständen das Leben früherer Zeiten in Markgröningen dokumentiert. Die Anlage des heutigen Museums Wimpelinhof wird erst seit der Sanierung im Jahr 2005 als Kultureinrichtung genutzt. Die ursprüngliche Teilung in ein Archiv- und ein Museumsgebäude wurde hinsichtlich einer Mischnutzung geändert. Neben der Präsentation der bürgerlichen Wohnkultur um 1600 in einem Fachwerkhaus, werden die markantesten Themen der Stadtgeschichte vermittelt sowie dem Tourist, und natürlich auch der Bevölkerung, die Möglichkeit gegeben, ein saniertes Fachwerkhaus von innen erleben zu können. Etwas, das nicht jede Mitgliedsstadt an der deutschen Fachwerkstraße aufweisen kann. Neben den regulären Öffnungszeiten der Dauerausstellung, von April bis Oktober, immer sonntags von 13- 17 Uhr, kann das Fachwerkensemble jeder Zeit im Rahmen von gebuchten Führungen besichtigt werden. Die Aufsichtspersonen arbeiten hierbei ehrenamtlich und unentgeltlich. Auch wurden die 47.000 € für die Einrichtung der Dauerausstellung über Spenden- und Stiftungsgelder finanziert. Darüber hinaus gibt es Besprechungsräume im Wohnhaus, in denen die Gemeinderatsfraktionen ihre Vorberatungen abhalten, und man kann den Saal der Scheune, den Innenhof und die Küche im Wohnhaus für private Feierlichkeiten mieten. Die Küche wird regelmäßig auch vom Backhausverein genutzt.
Begegnungsstätte
Die Städtische Begegnungsstätte ist ein Treffpunkt für ältere, nicht mehr berufstätige Einwohner Markgröningens. Für aktive Senioren ist sie ein bedeutender Bestandteil ihrer sozialen, kulturellen und emotionalen Bindung an die Stadt. Hier können sie sich in regelmäßigen, wöchentlichen Veranstaltungen, sowohl durch altersgerechte sportliche wie auch geistige Aktivitäten, fit halten. Es wird darauf geachtet, dass das Programm abwechslungsreich ist. Zweimal die Woche wird mit Unterstützung der Markgröninger Gastronomie und der Nachbarschaftshilfe der Mittagstisch veranstaltet - ein Mittagstisch, der bereits seit 19 Jahren besteht und ein fester Termin im Kalender der Senioren ist. Abgerundet wird das Programm durch Spiele- und Kaffeenachmittage, sowie durch eine Jahresfeier.
Angebote
· Sitzgymnastik · Entspannungstraining nach Jacobsen · Turnen bzw. Gymnastik, getrennt für Damen und Herren · Chor · Sprachkurse in Französisch und Englisch · Mittagessen am Dienstag und Donnerstag · Spielenachmittag · Kaffeenachmittage für die Bewohner aus dem betreuten Wohnen im Turmgässle 5
Bei allen drei Einrichtungen handelt es sich um defizitäre budgetierte Einrichtungen der Stadt Markgröningen. Die finanzielle Abwicklung dieser drei Einrichtungen erfolgt im Rahmen eines jährlich zugewiesenen Budgets, welches zur Aufgabe hat, die zur Verfügung stehenden Mittel flexibler und eigenverantwortlicher einzusetzen. Um bei den defizitären Einrichtungen der Stadtverwaltung den Zuschussbedarf im möglichen Rahmen zu reduzieren, wurden wie bei mehreren Einrichtungen, auch bei der Begegnungsstätte die Benutzungsgebühren überprüft. Entsprechend dem vorläufigen Rechnungsergebnis 2009 konnte eine Kostendeckung von 14,5 % ermittelt werden. Auf dieser Grundlage schlug die Verwaltung dem Gemeinderat eine Anhebung des Kostendeckungsgrads um 3,5 % auf 18 % vor. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 22.06.2010 wurde die Anpassung beschlossen und kann nun entsprechend dem Beschluss umgesetzt werden.
Für das Haushaltsjahr 2010 sind folgende Einnahmen und Ausgaben geplant
(Darstellung einschl. der Rechnungsergebnisse 2008 und 2009):
Archiv
2010: 2009: 2008:
Einnahmen 700 € 905 € 1.120 € Ausgaben 77.550 € 62.984 € 57.720 € Zuschussbedarf 76.850 € 62.079 € 56.600 €
Museum
2010: 2009: 2008:
Einnahmen 0 € 3 € 109 € Ausgaben 23.400 € 28.184 € 21.414 € Zuschussbedarf 23.400 € 28.181 € 21.305 €
Begegnungsstätte
2010: 2009: 2008:
Einnahmen 6.800 € 8.904 € 7.704 € Ausgaben 60.500 € 55.899 € 49.988 €
Zuschussbedarf 53.700 € 46.995 € 42.284 €
Die Begegnungsstätte zählt je Monat durchschnittlich 600 bis 670 Besucher. Die im Jahresbeitrag enthaltenen Angebote werden zurzeit von 63 Personen in Anspruch genommen; weitere 57 Personen haben sich darüber hinaus für den Chor oder die Sprachkurse in Französisch und Englisch angemeldet. Bei rund 7.000 Gästen der Begegnungsstätte im Jahr entspricht dies für 2009 einem Zuschuss je Tag und Besucher von 6,72 €. Ansprechpartner und Vorschau auf die nächste Folge Wollen Sie mehr über die Themen „Archiv und Museum“ wissen, dann wenden Sie sich gerne an die Stadtarchivarin Frau Dr. Petra Schad, Tel.: 07145/13-276 oder E-mail Petra.Schad@markgroeningen.de. Bei Fragen zum Thema „Begegnungsstätte“ ist Frau Andrea Kohn, Fachgebietsleiterin Bildung/Kultur/Freizeit, Tel.: 07145/13-261 oder E-mail andrea.kohn@markgroeningen.de die richtige Ansprechpartnerin.
In der nächsten Folge am 09.07.2010 beleuchten wir das Thema:
„Die städtischen Einrichtungen – Unsere Musikschule “.
Es grüßt Sie freundlichst
Ihre Stadtverwaltung
Fachgebiet Finanzen
HinweisDie Inhalte werden von der Stadt Markgröningen gepflegt. Bei Fragen oder Anregungen bitte an die Stadt Markgröningen wenden. KontaktStadt Markgröningen Stadt Markgröningen | Marktplatz 1 | 71706 Markgröningen | Fon: +49 (0) 7145 / 130 | Fax: +49 (0) 7145 / 13131 | E-Mail schreiben
|